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    Wie kommt es zu einer Unterzuckerung?
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    Wie kommt es zu einer Unterzuckerung?

    Die Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist die häufigste Nebenwirkung bei der Behandlung mit Insulin und mit blutzuckersenkenden Tabletten, insbesondere Sulfonylharnstoffe, Glinide und Sensitizer. Grundsätzlich besteht in der Situation einer Unterzuckerung ein Missverhältnis zwischen der vorübergehenden übermäßigen pharmakologischen Insulinwirkung und der zu niedrigen Blutzuckerkonzentration im Blut. Die Ursachen hierfür können sehr vielfältig sein:

    • Eine zu hohe Dosis von Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten
    • Eine zu niedrige Nahrungs- bzw. Zuckermenge bei gleichbleibender Insulin- oder Tablettendosis
    • Zu große körperliche Belastung bei gleichbleibender Insulin- oder Tablettendosis
    • Alkohol, da dieser die Blutzuckerkonzentration im Blut senkt (ggf. z.B. bei Bier nach vorübergehendem Blutzuckeranstieg)
    • Zu großer Spritz-Eß-Abstand
    • Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung

    Auch Patienten mit einer normalen Blutzuckerkonzentration können Anzeichen einer Unterzuckerung entwickeln. Das liegt daran, daß sie aufgrund ihres schlecht eingestellten Diabetes an sehr hohe Zuckerwerte gewöhnt sind.


    Gunilla Erdmann, freie Mitarbeiterin des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

    Dieser Beitrag wurde inhaltlich zuletzt im Januar 2005 aktualisiert

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