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    Essen im Urlaub

    Reisezeit. Diabetes ist kein Grund, auf Urlaubsreisen zu verzichten. Wir geben Ihnen einige Tipps für die Auswahl der Mahlzeiten unterwegs und am Urlaubsort.


    Foto: DAK/Wise
    Machen Sie sich rechtzeitig, bevor Sie Ihre Reise antreten, Gedanken über Ihren Proviant für unterwegs. Gut geeignet sind belegte Brote oder Brötchen, Frischobst, Salat in einer gut schließbaren Frischhaltedose und erfrischende Getränke. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, sollten Sie Ihren Proviant in einer Kühltasche transportieren. So bleiben die Lebensmittel länger frisch und sind vor vorzeitigem Verderben geschützt. Insulinpflichtige Diabetiker können in der Tasche auch ihren Insulinvorrat unterbringen. Bei einer längeren Autofahrt oder Busreise werden Sie möglicherweise auch einen Imbiss in einer Raststätte einplanen. Hier finden Sie meist ein vielfältiges Angebot— zum Beispiel frische Salate, Joghurt und andere leichte Speisen. Natürlich sollten Sie als Diabetiker mit Insulin- oder Sulfonylharnstoffbehandlung wie immer Traubenzucker oder Trockenobst bei sich haben, um bei einer möglichen Unterzuckerung sofort reagieren zu können.

    Leichte Kost für unterwegs

    Vollkornbrötchen belegt mit Käse und Salatblatt, Kartoffel- und Nudelsalate mit Joghurtdressings oder trockene Vollkornkekse sind kohlenhydratreiche Verpflegungsvarianten für die An- und Abreise, die nicht belasten. Rohkostschnitze — zum Beispiel Möhren, Paprika oder Radieschen — sowie frisches, festes Obst- wie Äpfel und Bananen — liefern auch unterwegs wertvolle Nährstoffe. Natürlich dürfen ausreichende Getränke wie Mineralwasser, mit Süßstoff gesüßte Limonaden oder Früchtetees nicht fehlen.

    Lebensmittel mitbringen

    Je nachdem wohin Sie fahren und welche Einkaufsmöglichkeiten es dort gibt, bietet es sich an, bestimmte für Sie wichtige Lebensmittel mitzubringen zum Beispiel eine Packung haltbare Vollkornbrot, Pumpernickel oder den gewohnten Süßstoff. Manch einer nimmt auch seine Lieblingskonfitüre mit. Aber auch wenn Sie in einem Hotel oder einer Pension untergebracht sind und sich auf die dortige Verpflegung verlassen müssen, haben Sie meist die Möglichkeit, wichtige Ernährungsempfehlungen bezüglich Ihres Diabetes zu berücksichtigen.

    Das Buffet: Im Süden oft nur Weißbrot

    Das Frühstück wird in vielen Hotels und Pensionen in Buffetform angeboten. Die Auswahl an Brot und Brötchen ist meist vielfältig. Bevorzugen Sie Sorten aus Vollkornmehl beziehungsweise mit ganzen Körnern. In südlichen Ländern wird jedoch überwiegend Weißbrot verzehrt. Sie sollten darauf vorbereitet sein und eventuell Ihre Insulindosis anpassen.
    Trainieren Sie vor Reisebeginn noch mal das Schätzen der Kohlenhydratportionen beziehungsweise der Broteinheiten verschiedener Brotmengen und Brotsorten. Denn ein gutes Augenmaß kommt Ihnen auch auf Reisen zugute. Beim angebotenen Aufschnitt wählen Sie am besten fettarme Varianten wie mageren Schinken, Braten oder Käse. Als Beilage nehmen Sie häufig Rohkost wie Tomaten, Radieschen, Gurkenscheiben und Paprikastreifen. Fruchtsäfte enthalten schnell blutzuckerwirksame Kohlenhydrate. Beschränken Sie deshalb die Menge auf ein halbes kleines Glas am Tag. Meiden Sie Säfte, die zusätzlich mit Zucker gesüßt sind. Diese eignen sich nur zur Behandlung einer Unterzuckerung. Kaufen Sie frisches Obst als Tagesproviant ein, dann haben Sie eine gesunde Zwischenmahlzeit für den Vor- und Nachmittag. Sind Ihnen Gerichte oder Speisen fremd, versuchen Sie immer zu fragen, woraus sie zubereitet werden. Falls Sie sich unsicher sind, ob die Mahlzeit in Ihren Ernährungsplan passt, greifen Sie auf die Lebensmittel zurück, die Sie kennen.

    Übersicht
    Beispiele für landestypische Gerichte
    Land Gericht Portion in g Kohlenhydrate
    Italien Lasagne 350 27
      Pizza 400 80-120
    Spanien Paella 300 40
    Österreich Salzburger Nockerln 200 50
      Kaiserschmarren 250 60
    Mexiko Chili con carne 400 15
    Russland Borschtsch 350 8
    Alle Angaben sind Durchschnittswerte in Gramm

    Im Restaurant: Die BE abschätzen

    Auf der Speisekarte sollten Sie die Gerichte auswählen, bei denen Sie die kohlenhydrathaltigen Beilagen gut abschätzen können. Eine gewisse Erfahrung haben Sie sicherlich schon durch Restaurantbesuche zu Hause. Eintopfgerichte, Pizza, Lasagne oder viele landestypische Gerichte erfordern etwas Erfahrung. Zur Kontrolle sollten Sie eineinhalb bis zwei Stunden nach der Mahlzeit Ihren Blutzucker messen. Ob im Ausland oder bei einem Aufenthalt in anderen Regionen Deutschlands — Sie möchten sicher auch landestypische Gerichte probieren. Bei Reisen in südliche Länder wie Italien, Spanien, Griechenland oder Malta können Sie sich die vielfältigen Gerichte der mediterranen Küche schmecken lassen. Traditionell sind Gemüse, frisches Obst, Käse und Fisch wichtige Bestandteile dieser Ernährung, die reichlich wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenschutzstoffe (Antioxidantien) und Ballaststoffe liefert.
    Kräuter wie Thymian, Basilikum, Rosmarin und Oregano sowie Knoblauch werden in der mediterranen Küche häufig verwendet und tragen zur gesunden Kost bei. Als Zubereitungsfett für warme Speisen und Salate ist Olivenöl üblich, das sich durch seinen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren auszeichnet.
    Den Kohlenhydratgehalt von Ihnen bisher unbekannten Getreidegerichten (zum Beispiel Bulgur, Kuskus) können Sie von bekannten Lebensmitteln ableiten. Denn alle Getreidesorten haben einen ähnlichen Kohlenhydratgehalt. Zwei bis drei Esslöffel gekochtes Getreide entsprechen einer Kohlenhydratportion (zehn bis zwölf Gramm Kohlenhydrate). Gehen Sie ähnlich bei unbekannten Brotsorten vor, zum Beispiel bei Tortillas aus Maismehl.
    Beachten Sie den meist hohen Zucker- und Kaloriengehalt von Desserts wie Tiramisu oder Mousse au Chocolat. Inzwischen werden diese auch bei uns angeboten. So können Sie schon zu Hause Erfahrungen sammeln, wie sich Ihre Blutzuckerwerte im Urlaub nach dem Genuss dieser Speisen unter Kontrolle halten lassen.


    Diabetesberaterin (DDG) Sabine Auer und Dr. med. Monika Toeller, Deutsche Diabetes-Klinik am Deutschen Diabetes Forschungsinstitut in Düsseldorf aus Diabetiker Ratgeber 9/2001

    Erstellt: September 2001

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