Im Jahr 2007 hat die Internationale Diabetes-Föderation (International Diabetes Federation, IDF) neue Zahlen zur weltweiten Verbreitung des Diabetes präsentiert. Demzufolge leiden aktuell schätzungsweise 246 Millionen Menschen auf der Welt an der Zuckerkrankheit.
Damit ist die Zahl der Diabetes-Fälle in den letzten zwanzig Jahren um mehr als das Siebenfache angestiegen. Bis zum Jahr 2025 wird mit einer weiteren Erhöhung auf bis zu 350 Millionen Betroffene gerechnet.
Die Regionen mit den meisten Diabetes-Fällen pro Einwohnerzahl, bezogen auf die erwachsene Bevölkerung (Alter: 20-79 Jahre), sind:
Weltweit wird die Diabetesrate unter Erwachsenen auf 7,3% geschätzt (Quelle: IDF 2007).
Bezogen auf die absoluten Zahlen leben mit 39 Millionen Erkrankten die meisten Diabetiker zur Zeit in China, gefolgt von Indien mit geschätzten 30 Millionen Fällen. Auf Platz 3 liegt die USA mit rund 21 Millionen Betroffenen. Die größte Zunahme an Diabeteserkrankungen wird zur Zeit in den Schwellen- und Entwicklungsländern beobachtet und betrifft vor allem den Typ 2 Diabetes. Auch die Zahl der Typ 1 Diabetiker erhöht sich leicht um etwa 3 Prozent pro Jahr.
In Deutschland liegt die Zahl der bekannten Diabetesfälle derzeit bei etwa 6 Millionen Menschen, dies entspricht einer Diabetes-Häufigkeit von 7,3%. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind bei uns schätzungsweise zwischen 16 und 23% von einer Diabeteserkrankung betroffen. Hinzu kommt die Zahl der bisher nicht bekannten Diabetiker (= Dunkelziffer), die bei Erwachsenen auf zirka 50% geschätzt wird. Dies würde bedeuten, dass es in Deutschland derzeit bereits weit über 10 Millionen Diabetes-Erkrankte gibt. Über die Hälfte aller Diabetiker sind über 65 Jahre alt.
Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Diabetiker in den nächsten 10 Jahren noch einmal verdoppeln wird. Die erhebliche Zunahme der Erkrankungszahlen wir vor allem auf folgende Faktoren zurückgeführt: