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    Drei der fünf häufigsten Diagnosen in der Allgemeinpraxis sind Komponenten des Metabolischen Syndroms
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    Drei der fünf häufigsten Diagnosen in der Allgemeinpraxis sind Komponenten des Metabolischen Syndroms

    (05.08.2005) Seit 1998 erfasst das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) regelmäßig die häufigsten Diagnosen bei niedergelassenen Ärzten aus dem GKV-Bereich. Grundlage sind Zufallsstichproben, die aus den abrechnenden Praxen verschiedener Fachgruppen einer Region gezogen werden. Die Zuordnung der Behandlungsdiagnosen erfolgt dabei auf der Basis der geltenden Krankheitsklassifikation (ICD-10-Schlüsselnummern). Vor wenigen Wochen hat das ZI die Ergebnisse für das Jahr 2004 veröffentlicht.


    Bei den 50 häufigsten
    Diagnosen in der
    Allgemeinpraxis im
    Jahr 2004 lag der Diabetes
    mellitus Typ 2 an 5. Stelle

    In die aktuelle Analyse gingen anonymisierte Behandlungsdaten von insgesamt 450 Arztpraxen aus dem Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ein. Die anonymisierten Daten liefern Informationen zu Alter, Geschlecht, Diagnose, abgerechneten Leistungen, Behandlungsaufwand und Zahl der Arztkontakte. Die 450 Arztpraxen wurden 14 Fachgruppen zugeordnet, von denen die Gruppe der Allgemeinmediziner und Praktischen Ärzte (= Allgemeinpraxis) 60 Praxen mit zusammen zirka 70.000 Patienten umfasste.

    Das Ergebnis: Bei den 50 häufigsten Diagnosen in der Allgemeinpraxis im Jahr 2004 lag der Diabetes mellitus Typ 2 an 5. Stelle. Auf den Plätzen davor befanden sich Störungen, die ebenfalls eng mit einer Typ 2 Diabeteserkrankung verbunden sein können: Hierzu zählen der Bluthochdruck (häufigste Diagnose), Fettstoffwechselstörungen (in der „Diagnose-Hitliste“ auf Platz 2) und die chronische ischämische Herzkrankheit (Platz 4). Auf Platz 3 lagen Rückenschmerzen. Diese fünf Krankheitsbegriffe waren auch die häufigsten Diagnosen beim hausärztlich tätigen Internisten, mit dem einzigen Unterschied, dass die chronische ischämische Herzkrankheit und der Typ 2 Diabetes hier auf den Plätzen 3 und 4 lagen und „erst“ danach (Platz 5) die Rückenschmerzen folgten.

     

    Die 5 häufigsten Diagnosen in der Allgemeinpraxis im Jahr 2004:

    1. Bluthochdruck
    2. Fettstoffwechselstörungen
    3. Rückenschmerzen
    4. Chronische ischämische Herzkrankheit
    5. Diabetes mellitus Typ 2


    Es ist interessant, dass drei der fünf häufigsten Diagnosen (1., 2., 5.) auch Teilaspekte des Metabolischen Syndroms darstellen und dass eine weitere Diagnose, nämlich die koronare Herzkrankheit sehr häufig mit dem Typ 2 Diabetes verbunden ist.

    Deutliches Übergewicht (Adipositas) waren in der Allgemeinpraxis und beim hausärztlich tätigen Internisten übrigens die 7. bzw. 6. häufigste Diagnose. Bedenklich: Die Analyse der Daten von Kinderärzten ergab, dass auch hier die Adipositas mit Platz 49 bereits zu den 50 häufigsten Diagnosen bei Kindern zählte.


    Dr. med. Anja Lütke, freie Mitarbeiterin der Deutschen Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung

    Quelle: Pressemitteilung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung 05/2005;
    www.zi-berlin.de

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