Diabetes Deutschland

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Früherkennung

Ein über Jahre unbemerkter und nicht behandelter Diabetes stellt eine erhebliche Gefahr für Gefäße und Nerven dar. Folgen können Herz-Kreislauferkrankungen, Schäden an Nieren und Augen sowie gefährliche Durchblutungsstörungen in den Füßen und Beinen sein. Wer einen Diabetes oder eine Diabetes-Gefährdung rechtzeitig erkennt und geeignete Maßnahmen ergreift, kann der Erkrankung und ihren Folgen wirkungsvoll vorbeugen. >> mehr

Besuch beim Hausarzt

Wer zur Gruppe der Diabetes-gefährdeten Personen gehört, sollte beim Hausarzt abklären lassen, ob bereits ein Diabetes oder ein Diabetes-Vorstadium vorliegt. Neben Blutuntersuchungen wird der Arzt auch den Blutdruck messen und Angaben zu Körpergewicht und Körpergröße einholen.

Blutentnahme zum Blutzuckertest

Zunächst wird der Arzt Blut abnehmen, um den Zuckerwert und auch die Fette zu überprüfen (häufig wird ein Typ-2-Diabetes von einer Fettstoffwechselstörung begleitet). Zu dieser Blutuntersuchung, die in der Regel morgens durchgeführt wird, muss der Patient nüchtern erscheinen. Das bedeutet, dass mindestens 4 – besser noch 8 – Stunden vor der Blutentnahme nichts gegessen werden darf. Auch auf kalorienhaltige Getränke, Kaffee, schwarzen Tee und Rauchen muss verzichtet werden.

Wird im Nüchternzustand ein Blutzuckerwert im Blutplasma von weniger als 110 mg/dl (oder im Serum von weniger als 100 mg/dl) gemessen, liegt noch kein Diabetes vor. Trotzdem sollten Diabetes-gefährdete Personen ihren Blutzucker weiterhin regelmäßig (z. B. 1 x pro Jahr im Rahmen der ärztlichen Vorsorgeuntersuchung) kontrollieren lassen.

Beträgt der Blutzuckerwert im Blutplasma mindestens 126 mg/dl oder mehr (oder im Serum > 110 mg/dl), ist ein Diabetes sehr wahrscheinlich. Wenn diabetestypische Symptome vorliegen, steht die Diagnose fest. Andernfalls muss der Arzt für eine endgültige Klärung die Untersuchung an einem anderen Tag noch einmal wiederholen. Ist der zweite Blutzuckerwert ebenfalls erhöht, gilt die Diagnose Diabetes als gesichert.

Werte im Blutplasma zwischen 110 und 125 mg/dl (oder im Serum zwischen 100 und 110 mg/dl) gelten als grenzwertig. Eventuell liegt bereits ein Diabetes-Vorstadium vor. Experten sprechen dann von einer gestörten Glukosetoleranz (= Zuckerverwertungsstörung). Um zu prüfen, ob ein solches Diabetes-Vorstadium besteht, kann ein Zuckerbelastungstest durchgeführt werden. 

Zuckerbelastungstest
 (= oraler Glukosetoleranztest, oGTT)

Der Zuckerbelastungstest ist ein Verfahren zur Früherkennung einer Diabetes-Erkrankung. Mit dieser Untersuchung werden Diabetes-Vorstadien aufgedeckt: Die Blutzuckerspiegel sind noch nicht dauerhaft, sondern „nur“ zeitweise erhöht. Dies macht sich vor allem nach dem Essen bemerkbar, wenn der Körper den anflutenden Nahrungszucker nicht mehr ausreichend schnell aus dem Blut in die Zellen schleusen und dort in Energie umwandeln kann.

Für den Test ist eine gute Vorbereitung wichtig. An drei Tagen vor der Untersuchung sollte man sich normal und mit ausreichend Kohlenhydraten ernähren. Rauchen ist nicht erlaubt. Der Test wird in der Regel morgens durchgeführt. Auch hier muss man nüchtern erscheinen (ca. 10 Stunden vorher keine Nahrungsaufnahme).

Der Test beginnt mit einer Blutentnahme, um den Nüchtern-Blutzuckerwert zu bestimmen. Anschließend erhält man 75 g Traubenzucker, der in 250 bis 300 ml Wasser aufgelöst ist. Zwei Stunden nach dem Trinken dieses „Zuckercocktails“ wird noch einmal Blut abgenommen. An der Höhe des 2-Stunden-Blutzuckerwertes kann der Arzt feststellen, ob ein Diabetes, ein Diabetes-Vorstadium oder noch kein Diabetes vorliegt.


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