Zuckerkranke Menschen erleiden viel häufiger schwere Erkrankungen. Die Folgen können vielfältig sein: Hierzu gehören zum Beispiel der Herzinfarkt, Schlaganfall, Augenerkrankungen mit Erblindungsfolge, Nierenfunktionsstörungen bis hin zum Nierenversagen, Durchblutungsstörungen in den Beinen und der gefürchtete diabetische Fuß.
Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ist bei Diabetikern das Risiko für
erhöht (Quelle: Statistisches Bundesamt 1999).
Insgesamt lassen sich rund 80% aller Todesfälle bei Diabetikern auf eine fortgeschrittene Herzkreislauferkrankung mit Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zurückführen. Besonders betroffen sind übergewichtige Typ 2 Diabetiker, die neben dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten zusätzlich unter einem Bluthochdruck und einer Fettstoffwechselstörung leiden. Bei diesen Menschen treten die krankhaften Gefäßveränderungen besonders früh auf, schreiten schneller voran und erreichen oft ein außergewöhnlich großes Ausmaß. Heutzutage wird das Herzkreislaufrisiko von Typ 2 Diabetikern ähnlich hoch eingeschätzt wie bei Nicht-Diabetikern, die in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt erlitten haben.
Besonders alarmierend ist in diesem Zusammenhang die Beobachtung, dass der Typ 2 Diabetes immer häufiger auch bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden hiervon viele bereits im mittleren Erwachsenenalter eine ernste Herzkreislauferkrankung entwickeln.