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Achten Sie auf Ihre Augen

Meistens entwickeln sich Augenkomplikationen ohne Symptome in den frühen Stadien. Das Sehvermögen kann unverändert sein solange bis die Komplikation ernst wird.

Weltdiabetestag 2002Hier eine Übersicht über diesen Beitrag:

Als Konsequenz sollten Sie:

 
Ihre Augen regelmäßig untersuchen lassen
Alle Menschen mit einem Diabetes sollten eine professionelle Augenuntersuchung bekommen, wenn der Diabetes erstmals festgestellt wird und danach mindestens einmal im Jahr. Ihr Augenarzt kann dann entscheiden ob Sie häufigere Besuche benötigen. Es gibt einige Wege, die Augen zu untersuchen:
  • Sehschärfenuntersuchung: Dieser Test wird vor einer Sehschärfen-Karte durchgeführt. Sie sollten etwa 6 Meter von der Karte entfernt stehen, Ihre Brille oder die Kontaktlinsen abnehmen und ein Auge locker verdecken während Sie laut die kleinsten Buchstabenreihe, die Sie lesen können vorlesen. Das wird danach mit dem anderen Auge wiederholt. Das ist ein rascher Weg um Sehprobleme zu erkennen und wird oft in Schulen oder für Massenuntersuchungen durchgeführt.
  • Ophthalmoskopie (Spiegelung des Augenhintergrundes): Das ist die Untersuchung des Augenhintergrundes mit einem besonderen Instrument, das Ophthalmoskop genannt wird. Eine Ophthalmoskopie setzt eine Erweiterung der Pupille mit Hilfe von Augentropfen voraus. Durch die Erweiterung der Pupille kann der Augenarzt den besten Einblick ins Auge erhalten und jede Veränderung der Retina, des Glaskörpers oder des Sehnerven feststellen.
  • Spaltlampenuntersuchung: Diese Untersuchung achtet auf Strukturen, die sich an den vorderen Augenabschnitten befinden, einschließlich der Augenlider, dem Augenweiß (Skleren), der Iris, der Linse und der Hornhaut. Die Spaltlampe wird mit einer intensiven Lichtquelle eingesetzt, die als Spalt fokussiert werden kann. Sie wird zusammen mit einem Bio-Mikroskop eingesetzt, einem optischen Instrument, das aussieht wie ein Mikroskop mit zwei Okularen.

Lassen Sie sich Ihren Blutdruck häufig überprüfen

Ein hoher Blutdruck steigert das Risiko einer Retinopathie.

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Geben Sie Ihrem Arzt sofort Nachricht von jeder Änderung Ihres Sehvermögens!
Geringe Änderungen Ihres Sehvermögens können ernstere Probleme anzeigen.


Vermeiden Sie das Rauchen

Rauchen ist verbunden mit einer vorzeitigen Entstehung von makrovaskulären Komplikationen (wie der koronaren Herzkrankheit und dem Schlaganfall) und mit mikrovaskulären Komplikationen des Diabetes (wie mit Augenkomplikationen).

Halten Sie Ihren Blutzucker im Gleis

einen Blutzucker so nahe wie möglich am Normbereich zu halten kann durch eine Kombination der folgenden Massnahmen erreicht werden:

  • Geregelte Kost
    Nahrungsaufnahme steigert den Blutzuckerspiegel. Menschen mit einem Diabetes haben dieselben Ernährungsbedürfnisse wie alle anderen, das ist eine sozusagen gut-ausbalancierte Diät.
  • Körperliche Aktivität
    Körperliche Aktivität senkt den Blutzucker. Wie Insulin hilft es dem Körper seinen Blutzucker wirksam zu verwerten. Sie kann außerdem dem Insulin helfen effektiver zu wirken. Körperliche Aktivität kann außerdem Menschen hilfreich sein um Gewicht zu verlieren.
  • Medikamente
    Insulin senkt den Blutzuckerspiegel. Menschen mit einem Typ 1 Diabetes benötigen mehrere Insulininjektionen täglich fürs Überleben.

Menschen mit einem Typ 2 Diabetes können oral wirkende Medikamente oder möglicherweise Insulininjektionen benötigen um ihren Blutzucker zu senken.

Es ist schlüssig gezeigt worden, dass eine wirksame Kontrolle des Blutzuckers mit der Absicht die Blutglukosekonzentration so nah wie möglich an die Norm zu führen vorteilhaft zur Verhinderung oder Verzögerung eines Fortschreitens diabetischer Komplikationen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine gute Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck zu einer erheblichen Minderung der Aussichten Komplikationen zu entwickeln führen.

  • Bis zu 76% Reduktion des Risikos eine Augenerkrankung zu entwickeln.
  • Bis zu 50% Reduktion des Risikos eine Nierenerkrankung zu entwickeln.
  • Bis zu 60% Reduktion des Risikos eine Nervenerkrankung zu entwickeln.
  • Über 33% Verminderung von Schlaganfällen
  • Bis zu 33% Reduktion der Anzahl von Todesfällen aufgrund von Langzeitkomplikationen.
 
 

IDF-Publikation (International Diabetes Federation),
Übersetzung aus dem Englischen: Deutsche Diabetes Union (DDU), Prof. Dr. med. Helmut R. Henrichs, Quakenbrück; Präsident der Deutschen Diabetes-Union und Schirmherr von http://www.diabetes-deutschland.de/

 

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Quellen:
Prevent Blindness America (www.preventblindness.org)
National Eye Institute (www.nei.nih.gov)
UK National Retinopathy Screening Committee recommendations (www.diabetic-retinopathy.screening.nhs.uk/diabetic-retinopathy.html)
"Diabetes and your eyes" Retinopathy Sub-Committee of Australian Diabetes Society
 
Erstellt im November 2002

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