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Vom Hausarzt sollten bei Diabetikern mindestens alle 3 Monate eine Reihe von Basiskontrollen durchgeführt werden. Hierzu zählen die Sichtung der vom Patienten selbst gemessenen Blutzuckerwerte und die Befragung nach Unterzuckerungen und Zigaretten- konsum sowie die Ermittlung des Körpergewichts, des Blutdrucks, des HbA1c-Wertes der Blutfette (wenn Blutfette + Eiweiß zuvor nicht im Normwertbereich lagen) und von Eiweiß im Urin (Mikroalbuminurie).

Ebenso sollte eine Inspektion der Füße mit Ertasten der Fußpulse erfolgen. Die vom Hausarzt vorgenommene Blutzuckermessung sollte ausschließlich durch ein Labor ausgewertet und mit dem durch den Patienten gemessenen Blutzucker verglichen werden.

Einmal jährlich sollten neben den o.g. Parametern und einer allgemeinen körperlichen Untersuchung sowie einer neurologische Untersuchung zusätzlich eine klinisch-chemische Laboruntersuchung durchgeführt werden: Nüchternbestimmung der Blutfette (Cholesterin, HDL- und LDL-Cholesterin, Triglyceride) und Bestimmung von Kreatinin im Serum zur Überprüfung der Nierenfunktion. Auch sollte der Arzt die Selbstkontrollmechanismen überprüfen.

Zur Erfassung der Daten und zur Überwachung des Verlaufs des Diabetes und seinen Folgeerkrankungen ist es für Patienten und Arzt zu empfehlen, all diese Daten in den von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft entwickelten "Gesundheitspass Diabetes DDG" einzutragen und gleichzeitig Jahresziele mit dem Patienten zu besprechen und festzulegen.

Dr. med. Melanie Stapperfend, Prof. Dr. med. W. Scherbaum; Deutsches Diabetes-Zentrum am der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik


Dieser Beitrag wurde inhaltlich zuletzt im Januar 2005 aktualisiert

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