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Patientenfragen Blutuntersuchungen


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Was kostet die Blutuntersuchung zur Suche von Antikörpern im Bluteines und wo kann man diese durchführen lassen?

Prof. Dr. med. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung, März 2005:

Die Antikörperuntersuchungen können im Deutschen Diabetes-Zentrum - jedoch nicht kostenlos - durchgeführt werden. Falls Sie oder Ihre Angehörigen an einer Blutuntersuchung zur Bestimmung von Antikörpern interessiert sind, gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten:

1. Eine Blutabnahme ist im Rahmen der Früherkennungssprechstunde des DDZ möglich. Nach wenigen Tagen wird Ihrem Hausarzt das Ergebnis der Antikörperuntersuchung und das sich daraus ergebende Diabetes-Risiko schriftlich mitgeteilt. Weiterhin informieren wir über den Stand der Bemühungen um eine Prävention des Typ-1-Diabetes.

2. Falls Sie oder Ihre Angehörigen in einer anderen Stadt wohnen, ist auch eine Einsendung von Blut möglich. Für die Untersuchung sollten entweder 5 ml Serum oder 10 ml Vollblut durch Ihren Hausarzt nach telephonischer Besprechung an das Deutsche Diabetes-Zentrum gesendet werden.

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Bei wem sollte der Bluttest auf Antikörper durchgeführt werden?

Antwort von Prof. Dr. med. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung, März 2005:

Ein Antikörpertest kann bei allen erstgradig Verwandten (Kinder, Geschwister, Eltern) von Personen mit Typ 1 Diabetes durchgeführt werden. Jedoch sollten die Betroffenen über die Möglichkeiten der Vorhersagbarkeit eines Typ 1 Diabetes informiert sein. Eine 100%ige Vorhersagbarkeit des Diabetes ist nicht möglich. Außerdem gibt es noch keine gesicherte Behandlung. Wenn bereits ein Typ 1 Diabetes bekannt ist, ergibt die Bestimmung von Antikörpern keine zusätzliche Information.

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Was kann man tun, wenn Antikörper auf ein hohes Diabetes-Risiko hinweisen?

Antwort von Prof. Dr. med. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung, März 2005:

Bei ca. 20% der Angehörigen von Typ 1 Diabetikern ergibt sich durch den Nachweis von Antikörpern ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Diese Diagnostik ist erst seit wenigen Jahren möglich und es gibt bisher keine gesicherte Therapie, die den Ausbruch des Diabetes verhindert oder zumindest verzögert.

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Was ist, wenn keine Antikörper nachweisbar sind?

Antwort von Prof. Dr. med. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung, März 2005:

Werden bei Angehörigen von Typ 1 Diabetikern keine Antikörper im Blut nachgewiesen, liegt das Erkrankungsrisiko unter 1%, also in der Nähe des Risikos der Normalbevölkerung. Die Erfahrung zeigt, daß bei ca. 80% der Angehörigen von Typ 1 Diabetikern keine Antikörper nachgewiesen werden. Das Untersuchungsergebnis führt dann zu einer Beruhigung der besorgten Familien.

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