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Patientenfragen KHK


gehe zu: Was haben Herz und Gefäße mit dem Diabetes mellitus zu tun?
gehe zu: Wie kann ich Gefäßverschlüssen vorbeugen, wenn ich Diabetes habe?

gehe zu: Was ist ein "stummer Herzinfarkt"?

gehe zu: Welche Rolle spielt die Blutgerinnung bei der Entstehung von Herz- und Gefäßkrankheiten?

gehe zu: Zusammenhang zwischen Herz- und Gefäßsystem und Diabetes mellitus?

gehe zu: Wie hat sich die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern in der Vergangenheit entwickelt?

gehe zu: Wie stark ist das Risiko für Schlaganfälle bei Diabetikern erhöht?

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Was haben Herz und Gefäße mit dem Diabetes mellitus zu tun?

Antwort von Prof. Dr. med. Diethelm Tschöpe, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf, Juli 2002:

Sowohl das Risiko für einen Herzinfarkt als auch das Risiko daran zu sterben sind bei Diabetikern gegenüber Nichtdiabetikern erheblich erhöht. Ebenso haben Diabetiker sehr viel häufiger eine Herzschwäche. Über 75% der Menschen mit Diabetes sterben an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Während die Häufigkeit dieser Todesursachen in der nichtdiabetischen Allgemeinbevölkerung abnimmt, besteht dieses Risiko bei Diabetikern nahezu unverändert fort bzw. scheint sich für Frauen sogar noch weiter zu verschlechtern.

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Weitere Informationen finden Sie bei der Stiftung
"Der Herzkranke Diabetiker"
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Wie kann ich Gefäßverschlüssen vorbeugen, wenn ich Diabetes habe?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik, zuletzt aktualisiert im März 2005:

Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist das Risiko für Arterienverschlüsse deutlich erhöht. Bei Verschluss eines Herzkranzgefäßes führt dies zum Beispiel zum Herzinfarkt.

Die tägliche Einnahme von 100 mg Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin) als Tablette hilft bei Diabetes, einer arteriellen Thrombose vorzubeugen.

Diese Einnahme sollte erfolgen, wenn zusätzlich zum Diabetes mellitus Übergewicht, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung bestehen.

Wichtig ist aber, das diese Einnahme mit dem behandelnden Arzt besprochen wird, der auch abklären kann, ob Kontraindikationen gegen die Einnahme bestehen.

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Was ist ein "stummer Herzinfarkt"?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik, zuletzt aktualisiert im März 2005:

Ein stummer Herzinfarkt ist ein Herzinfarkt, der ohne Schmerzen abläuft oder sogar vom Patienten unbemerkt bleiben kann. Einmal kann der Herzinfarkt nur sehr klein sein. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Herzinfarkt von einem Menschen mit Diabetes nicht wahrgenommen wird, auch wenn er groß ist. Man fühlt sich dann sehr erschöpft, müde und schwach. Die Schmerzwahrnehmung des Infarktes kann gestört sein, wenn eine diabetische Nervenerkrankung vorliegt. Solche abgelaufenen Herzinfarkte werden dann manchmal im Nachhinein durch die Auswertung eines EKG's festgestellt.

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Welche Rolle spielt die Blutgerinnung bei der Entstehung von Herz- und Gefäßkrankheiten?

Antwort von Prof. Dr. med. Diethelm Tschöpe, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf, Juli 2002:

Viele Veränderungen im Organismus des zuckerkranken Patienten, z.B. Überzuckerung, erhöhte Blutfettwerte oder erhöhter Blutdruck tragen dazu bei, daß die Fließeigenschaften des Blutes verschlechtert werden. Insbesondere aber ist dann die Gerinnbarkeit überschießend. Süßes Blut ist dann sozusagen klebrig. Das bedeutet eine beträchtliche Gefährdung durch Arterienverstopfung mit der gefürchteten Folge von Organinfarkten, z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dies sind die eigentlich krankmachenden Folgeerkrankungen der Zuckerkrankheit. Damit sind diese Veränderungen für die Prognose der Diabetespatienten entscheidend.

Stiftung
Weitere Informationen finden Sie bei der Stiftung "Der Herzkranke Diabetiker"
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Zusammenhang zwischen Herz- und Gefäßsystem und Diabetes mellitus?
Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik, zuletzt aktualisiert im März 2005:

Der Zusammenhang zwischen Herz- und Gefäßsystem und Diabetes ist zwar seit langem bekannt, dennoch wird im Kreise der Epidemiologen und der Kardiologen dieser dramatische Zusammenhang erst jetzt richtig bewusst. Bluthochdruck, Erhöhung des Cholesterinspiegels und Rauchen sind als Risiko-Parameter für Herzinfarkte und Schlaganfälle bestens bekannt. Das gleichzeitige Vorhandensein eines Diabetes mellitus und eines der obengenannten Risikofaktoren erhöht jedoch das Risiko jeweils mehrfach. Die Erhebungen des Augsburger Herzinfarkt-Registers belegen, dass das Risiko von Diabetikern, einen Herzinfarkt zu bekommen, gegenüber Nicht-Diabetikern um mehr als das das Doppelte gesteigert ist und dass die Chance, einen Infarkt zu überleben, bei Diabetikern deutlich geringer ist als bei Menschen ohne Diabetes.

Jeder Patient, der einen Diabetes mellitus hat und einen der obengenannten Risikofaktoren aufweist, muss daher als Hochrisiko-Patient angesehen und konsequent behandelt werden. Dies beinhaltet die rigorose Normalisierung des Stoffwechsels, des Blutdrucks und der Blutfette und die Nikotin-Karenz sowie eventuell die Einnahme von Aspirin zum Schutz vor einer Gerinnselbildung in Arterien.

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Wie hat sich die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern in der Vergangenheit entwickelt?
Antwort Antwort von Prof. Dr. med. Werner Scherbaum aus dem Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf, Dez. 2001:

Während die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauferkrankungen und dadurch bedingte Todesfälle bei Menschen ohne Diabetes mellitus in den Industrieländern in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, ist dieser Rückgang bei Männern mit einem Diabetes mellitus nur minimal. Die Todesrate hat bei Frauen mit Diabetes mellitus sogar um 23 % zugenommen. » zur Übersicht
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Wie stark ist das Risiko für Schlaganfälle bei Diabetikern erhöht?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik, zuletzt aktualisiert im März 2005:

Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist das Risiko für Schlaganfälle doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Diabetes mellitus.

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Ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern erhöht?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutsche Diabetes-Klinik, zuletzt aktualisiert im März 2005:

Herz-/Kreislauferkrankungen stellen die Nummer eins der Todesursachen in den Industrieländern dar. Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen 2-4-fach höher als bei Menschen ohne Diabetes mellitus.

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