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    Erhöhtes Schlaganfall-Risiko bei Diabetikern
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    Erhöhtes Schlaganfall-Risiko bei Diabetikern

    (08.08.2007) In der vorliegenden Studie wurde untersucht, inwiefern das Vorhandensein eines Typ 1 oder Typ 2 Diabetes mit dem Auftreten verschiedener Schlaganfall-Erkrankungen zusammenhängt.

    Als Schlaganfall bezeichnet man allgemein die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung im Gehirn. Durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangel können die betreffenden Gehirnzellen zugrunde gehen. Je nach dem, welche Ursache vorliegt, kann man den Schlaganfall in 2 unterschiedliche Formen einteilen:

    • Von einem ischämischen Infarkt spricht man, wenn ein Gefäßverschluss vorliegt oder ein Blutgerinnsel in die Gehirngefäße verschleppt und somit ebenfalls ein Gefäßverschluss ausgelöst wird.
    • Ischämische Infarkte nehmen ca. 80 Prozent aller Schlaganfälle ein. Bei einer Gehirnblutung platzen oder reißen Gefäße im Bereich des Gehirns. Auch dadurch sterben Teile des Hirngewebes ab. Hirnblutungen nehmen ca. 20 Prozent aller Schlaganfälle ein.

    Bei 116.316 Frauen im Alter zwischen 30-55 Jahren wurden insgesamt 3463 Schlaganfälle diagnostiziert. Die Daten wurden in einem Zeitraum von 24 Jahren erhoben. Das relative Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, war bei Typ 1 Diabetikerinnen um das 4-Fache erhöht im Vergleich zu Nichtdiabetikerinnen. Bei Typ 2 Diabetikerinnen war das Risiko um das 2-Fache erhöht.

    Das Risiko für ischämischen Infarkt lag bei Typ 1 Diabetikerinnen 6-fach höher und bei Typ 2 Diabetes 2-Fache höher im Vergleich zu Frauen ohne Diabetes. Ein Typ 1 Diabetes war deutlich mit dem Risiko für eine Gehirnblutung (relatives Risiko 3,8) behaftet. Bei Typ 2 Diabetikern konnte kein erhöhtes Risiko für eine Hirnblutung gefunden werden.

    Die Jahr für Jahr zunehmend neu auftretenden Diabetes-Fälle (insbesondere Diabetes Typ 2) gehen somit auch mit steigenden Schlaganfall-Zahlen einher. Da sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 Diabetes mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall in Zusammenhang stehen, ist es umso wichtiger, weitere Risikofaktoren, insbesondere einen erhöhten Blutdruck engmaschig zu kontrollieren.

    Gunilla Erdmann, freie Mitarbeiterin von Diabetes-Deutschland.de, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung

    Quelle: Janghorbani et al. Prospective Study of Type 1 and Type 2 Diabetes and Risk of Stroke Subtypes, Diabetes Care 30:1730–1735, 2007

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